Gedichte und Gedanken

Elfisch

Nun die Schatten dunkeln,

Stern an Stern erwacht:

Welch ein Hauch der Sehnsucht

flutet durch die Nacht!

Durch das Meer der Träume

steuert ohne Ruh,

steuert meine Seele

deiner Seele zu.

Die sich dir ergeben,

nimm sie ganz dahin!

Ach, Du weißt,

dass nimmer ich mein Eigen bin.

Emanuel Geibe

Der Schmetterling     03.08.09

Sie war ein Blümlein hübsch und fein,
Hell aufgeblüht im Sonnenschein.
Er war ein junger Schmetterling,
Der selig an der Blume hing.
Oft kam ein Bienlein mit Gebrumm
Und nascht und säuselt da herum.
Oft kroch ein Käfer kribbelkrab
Am hübschen Blümlein auf und ab.
Ach Gott, wie das dem Schmetterling
So schmerzlich durch die Seele ging.
Doch was am meisten ihn entsetzt,
Das Allerschlimmste kam zuletzt
Ein alter Esel fraß die ganze
Von ihm so heiß geliebte Pflanze.
Wilhelm Busch

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1 Kommentar »

  1. LameTiger Said:

    Armes, kleines Schmetti!


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